Eigene Lernunterlagen

Was ist VeraLinear Studio?

VeraLinear Studio macht aus deinem eigenen Text eine Lernunterlage mit interlinearer Stützzeile. Du fügst den Ausgangstext ein, lässt eine erste Dekodierung erzeugen und entscheidest anschließend selbst, was daraus wird.

Wörter und Ausdrücke lassen sich im Zusammenhang prüfen und persönlich anpassen. Zusätzlich kannst du sprachliche Besonderheiten mit Hinweisboxen erklären und die Darstellung so einrichten, dass sie zu deinem Text, deiner Lerngruppe oder deiner persönlichen Arbeitsweise passt. Am Ende steht kein unveränderliches KI-Ergebnis, sondern deine eigene Lernunterlage als PDF.

Die Browser-Extension hilft dir beim Lesen einer bestehenden Webseite. Das Studio beginnt dort, wo die Webseite aufhört: bei deinem eigenen Material und deinem eigenen Lernziel. Du kannst die fertige Unterlage ausdrucken, ohne Bildschirm lernen oder sie parallel zu einer passenden Audiodatei mitlesen – am Schreibtisch, im Zug oder notfalls auch am Pool, wo der nächste Browser-Tab ohnehin keine besondere pädagogische Leistung vollbringt.

Lernmaterial nach der Birkenbihl-Methode vorbereiten

Wenn du nach der Birkenbihl-Methode oder mit einer ähnlichen dekodierenden Arbeitsweise lernst, kannst du die Bedeutung möglichst nah am Ausgangstext sichtbar machen. Die Stützzeile bleibt am Aufbau des Originals: Wortstellung, Wendungen und sprachliche Zusammenhänge werden dadurch nachvollziehbar.

Das Studio erzeugt dafür eine erste Dekodierung. Danach kannst du einzelne Wortbedeutungen im Satzkontext prüfen, zusammengehörige Wörter als Ausdruck erfassen und eigene Hinweise ergänzen. So entsteht Material, das nicht irgendeinem durchschnittlichen Lernenden gefallen muss, sondern genau den Menschen hilft, die damit arbeiten.

Wie VeraLinear diese Arbeitsweise aufgreift – und wo es bewusst weitergeht, erklären wir auf unserer Seite zur Birkenbihl-Methode.

  • Eigene Texte und Inhalte aus geeigneten Quellen verwenden
  • Eine interlineare Stützzeile erzeugen und persönlich anpassen
  • Wörter im Kontext prüfen und Mehrwortausdrücke erfassen
  • Hinweise zu Grammatik, Kultur und sprachlichen Besonderheiten ergänzen
  • Das Ergebnis als PDF ausgeben, ausdrucken oder parallel zu einer Audiodatei mitlesen

In drei Schritten

Vom Ausgangstext zur eigenen Lernunterlage.

Text einfügen

Lege ein Dokument an, wähle Ausgangs- und Zielsprache und füge den Text aus deinen privaten Unterlagen oder einer geeigneten Quelle ein.

Dekodieren und verfeinern

VeraLinear erzeugt eine interlineare Stützzeile. Wenn dir eine Bedeutung auffällt, kannst du sie im Satzkontext vergleichen; zusammengehörige Wörter erfasst du als Ausdruck. Hinweise ergänzt du nur dort, wo sie den Lerntext erklären.

Als PDF nutzen

Kontrolliere die Darstellung in der Vorschau und erstelle eine PDF zum Ausdrucken, zum Mitlesen mit einer Audiodatei oder für die gemeinsame Arbeit in der Lerngruppe.

Schritt 1

Neues Dokument anlegen und Text einfügen.

Öffne VeraLinear Studio und wähle „Neues Dokument“. Vergib einen verständlichen Arbeitstitel und wähle die Sprache deines Ausgangstextes sowie die Sprache, in der die interlineare Stützzeile erscheinen soll.

Füge anschließend deinen Text in das große Feld ein. Das kann ein eigener Text, ein Auszug aus privaten Unterlagen oder Inhalt aus einer geeigneten Quelle sein.

VeraLinear Studio: Formular für Titel, Ausgangssprache, Zielsprache, Seitenformat und Ausgangstext
Titel, Ausgangs- und Zielsprache sowie Seitenformat legst du vor der ersten Dekodierung fest.

Schritt 2

Dekodierung erzeugen und im Kontext prüfen.

Klicke auf „Dekodieren“. Das Studio legt eine erste interlineare Stützzeile direkt über den Ausgangstext. Die Bedeutung bleibt dadurch an den Wörtern und Ausdrücken des Originals verankert; Wortstellung und Satzbau bleiben sichtbar.

Lies die Dekodierung am Original entlang. Passt die Bedeutung eines einzelnen Wortes im Satz nicht, öffne es mit einem Klick im iSpicker. Zusammengehörige Wörter kannst du als Ausdruck erfassen; zusätzliche Erklärungen gehören in eine Hinweisbox.

VeraLinear Studio mit interlinear dekodiertem Text und geöffnetem iSpicker zur Prüfung einer Wortbedeutung
Ein Klick auf ein Wort öffnet den iSpicker direkt an der betreffenden Textstelle.

Schritt 3

Vorschau prüfen und PDF herunterladen.

Öffne die Vorschau und kontrolliere, wie Stützzeile, Absätze und Anmerkungen auf der späteren Seite zusammenwirken. Wenn du nachträglich etwas änderst, aktualisiere die Vorschau erneut.

Passt die Darstellung, klicke auf „PDF herunterladen“. Die fertige Datei kannst du ausdrucken, in der Lerngruppe weitergeben oder parallel zu einer passenden Audiodatei mitlesen.

VeraLinear Studio mit geöffneter PDF-Vorschau und Schaltfläche zum Herunterladen
Die Vorschau zeigt die spätere PDF-Seite, bevor du die Datei herunterlädst.

Im Detail

Wenn dir eine Wortbedeutung komisch vorkommt.

Die erste Dekodierung ist eine unmittelbare Lesehilfe, keine Aufgabe, die du Wort für Wort kontrollieren musst. Manche Bedeutungen überliest du, andere sitzen sofort. Und manchmal entsteht genau der kleine Widerstand, aus dem ein Aha-Moment wird.

Der Aha-Moment: Mancha ist hier kein Fleck

Im Satz En un lugar de la Mancha steht über Mancha zunächst „Fleck“. Das ist nicht aus der Luft gegriffen: mancha kann im Spanischen tatsächlich „Fleck“ bedeuten. Im Zusammenhang mit Don Quijote ist jedoch die Region La Mancha gemeint. Du korrigierst also nicht einfach einen Fehler – du entdeckst, wie dieselbe Form je nach Kontext etwas anderes bezeichnet.

Studio-iSpicker für Mancha mit der bisherigen Bedeutung Fleck und geöffnetem Bereich Korrektur
1. Ein Klick auf das Wort öffnet den Studio-iSpicker an der betreffenden Textstelle.
Studio-iSpicker mit Vergleichsvorschlägen Fleck und La Mancha
2. „Vergleichen“ stellt die bisherige Stütze einer kontextuellen Alternative gegenüber.

Wähle „La Mancha“ und speichere die Änderung privat oder reiche sie als Vorschlag zur Prüfung ein. Die neue Bedeutung erscheint unmittelbar über dem Original. Das Wort bleibt dasselbe; nur die Stütze wird an diese Textstelle angepasst.

Studio-Text mit La Mancha als angepasster interlinearer Stütze über Mancha
Nach dem Speichern steht „La Mancha“ direkt an der Textstelle – die ursprüngliche Wortbedeutung „Fleck“ hast du dabei trotzdem kennengelernt.

Du kennst die bessere Bedeutung schon?

Dann brauchst du den Vergleich nicht. Öffne „Korrektur“, trage die passendere Bedeutung selbst ein und entscheide anschließend: „Privat speichern“ übernimmt sie für dein Material. Mit „Vorschlagen“ reichst du sie zusätzlich zur Prüfung ein und kannst damit den gemeinsamen Sprachbestand verbessern.

Mit einem Korrekturhinweis bleibt deine Entscheidung nachvollziehbar

Im Studio kannst du unter der besseren Bedeutung zusätzlich einen Korrekturhinweis hinterlegen. Dort notierst du kurz, warum du dich an dieser Stelle für eine andere Bedeutung entschieden hast. Das ist besonders hilfreich, wenn du einen Text für eine Lerngruppe vorbereitest oder deine redaktionellen Entscheidungen später noch einmal prüfen möchtest.

Studio-iSpicker mit besserer Übersetzung Körperbau und geöffnetem Feld Korrekturhinweis
3. Die bessere Bedeutung und eine kurze Begründung werden getrennt voneinander erfasst.
Studio-iSpicker mit privat gespeicherter Bedeutung Körperbau und Korrekturhinweis
4. Private Korrekturen bleiben gekennzeichnet, bearbeitbar und wieder entfernbar.

Der iSpicker ist damit keine Kontrollpflicht, sondern eine kleine redaktionelle Werkstatt für die Stellen, an denen du genauer hinsehen möchtest. Private Änderungen kannst du jederzeit wieder entfernen, wenn sie an der Textstelle doch nicht passen.

Im Detail

Wenn mehrere Wörter erst gemeinsam etwas bedeuten.

Redewendungen, feste Verbindungen und Eigennamen lassen sich nicht immer sinnvoll Wort für Wort erklären. Bei al pie de la letra entsteht aus den einzelnen Stützen zunächst etwa „zum Fuß des Buchstabens“. Gemeint ist jedoch „wörtlich“ oder „wortwörtlich“. Dafür fasst du die zusammengehörigen Wörter im iSpicker als Ausdruck auf.

1. Markiere die Wortgruppe und vergleiche sie im Kontext

Markiere al pie de la letra vollständig. Die rosa Auswahl zeigt, welche benachbarten Wörter der iSpicker gemeinsam behandelt. Unter „Vergleichen“ steht der bisherigen Wort-für-Wort-Stütze eine kontextuelle Alternative gegenüber. Du kannst diesen Vorschlag übernehmen oder unter „Bessere Übersetzung“ eine eigene Formulierung wie „wortwörtlich“ eintragen.

Studio-iSpicker mit der markierten Wortgruppe al pie de la letra und dem Vergleich zwischen Wortstütze und kontextueller Übersetzung
1. Die rosa Auswahl verbindet fünf Wörter; „Vergleichen“ zeigt „wörtlich“ als kontextuelle Alternative.
Studio-Text mit der gemeinsamen Stütze wortwörtlich über dem Ausdruck al pie de la letra
2. Nach dem privaten Speichern steht „wortwörtlich“ als gemeinsame Stütze über dem gesamten Ausdruck.

Ein kleiner Aha-Moment: Solche Ausdrücke zeigen unmittelbar, wie eine Sprache Bedeutung in ihren eigenen Bildern und Verbindungen baut.

2. Den privaten Ausdruck später bearbeiten oder auflösen

Wählst du die Wortgruppe später erneut aus, öffnet sich der privat gespeicherte Ausdruck. Du kannst die Formulierung ändern, erneut privat speichern, als Vorschlag zur Prüfung einreichen oder die Verbindung über „Ausdruck auflösen“ vollständig entfernen.

Studio-iSpicker mit dem privaten Ausdruck wortwörtlich und den Funktionen zum Speichern, Vorschlagen und Auflösen
3. Der private Ausdruck bleibt gekennzeichnet und kann jederzeit geändert, vorgeschlagen oder vollständig aufgelöst werden.
Ausdruck und Annotation nicht verwechseln: Ein Ausdruck verbindet mehrere Wörter zu einer Bedeutungseinheit. Eine Hinweisbox ergänzt dagegen eine grammatische, kulturelle oder inhaltliche Erklärung zum Lerntext.

Im Detail

Wenn der Lerntext eine zusätzliche Erklärung braucht.

Nicht jede wichtige Information gehört in die interlineare Stützzeile. Historischer Kontext, Grammatik, kulturelle Besonderheiten oder Hinweise für eine Lerngruppe lassen sich als eigene Hinweisbox in das Dokument setzen.

Hinweisbox gestalten und positionieren

Öffne an der passenden Textstelle den iSpicker und wechsle zum Reiter „Hinweisbox“. Vergib einen kurzen Titel, wähle eine zurückhaltende Farbe und entscheide, ob der Hinweis vor oder nach dem betreffenden Absatz erscheinen soll.

Im Hinweistext kannst du ausführlicher werden als in der Stützzeile. Die Wortbedeutungen bleiben knapp am Original; die Hinweisbox schafft den zusätzlichen Raum für alles, was Lernende zum Einordnen wissen sollten.

Studio-iSpicker mit Reiter Hinweisbox, Farbauswahl, Position und Eingabefeld für den Hinweistext
1. Titel, Farbe, Position und Inhalt direkt im Studio-iSpicker festlegen.
Studio-Dokument mit einer grünen Hinweisbox zwischen zwei Textabsätzen
2. Die gespeicherte Hinweisbox erscheint als eigenes, später bearbeitbares Element.

Seitenaufbau

Wenn die PDF-Seite noch nicht sauber sitzt.

Im Studio kann dein Text nach unten weiterlaufen. Das spätere PDF arbeitet dagegen mit festen Seitenflächen und verteilt den Inhalt absatzweise. Deshalb kann ein langer Absatz auf die nächste Seite rutschen und davor mehr Weißraum lassen, als du im fertigen Lernmaterial haben möchtest.

Zwei Werkzeuge, zwei Aufgaben: „Seitenumbruch“ beginnt eine neue Seite an einer Absatzgrenze. „Block teilen“ trennt einen langen Absatz an einer ausgewählten Wortstelle in zwei Layoutblöcke.

1. Einen langen Absatz an der passenden Wortstelle teilen

In der PDF-Vorschau erkennst du, wenn ein langer Absatz vollständig auf die nächste Seite gewandert ist. Öffne dann im Studio an einer geeigneten Wortstelle den iSpicker, wechsle zu „Textfluss“ und wähle „Block teilen“. Mit „Vor diesem Wort“ oder „Nach diesem Wort“ legst du fest, wo der zweite Layoutblock beginnt.

PDF-Vorschau mit großem Weißraum am Ende einer Seite, weil der folgende Absatz geschlossen auf die nächste Seite rutscht
1. Die Vorschau zeigt den Weißraum, der durch einen langen, zusammenhängenden Absatz entsteht.
Studio-iSpicker im Reiter Textfluss mit der Funktion Block teilen und der Auswahl vor oder nach dem markierten Wort
2. „Block teilen“ setzt den Schnitt innerhalb des Absatzes an der markierten Wortstelle.

Nach dem Teilen darf der erste Teil noch freien Platz auf der vorherigen Seite nutzen. Inhaltlich bleibt es derselbe Absatz; nur die Verteilung im PDF ändert sich. Öffnest du die Stelle später erneut, kannst du den Blockschnitt wieder entfernen.

2. Eine neue Seite bewusst vor oder nach einem Absatz beginnen

Ein manueller Seitenumbruch arbeitet nicht innerhalb eines Absatzes, sondern an seiner Grenze: „Vor diesem Absatz“ beginnt den ausgewählten Absatz auf einer neuen Seite. Bei „Nach diesem Absatz“ bleibt er auf der bisherigen Seite; der nächste Absatz startet auf der neuen.

Studio-Dokument mit sichtbarer Markierung Block geteilt an der gewählten Wortstelle
3. „Block geteilt“ markiert die gesetzte Schnittstelle im Studio und hält sie später auffindbar.
Studio-iSpicker im Reiter Textfluss mit der Funktion Seitenumbruch vor oder nach dem ausgewählten Absatz
4. Der Seitenumbruch setzt die neue Seite gezielt vor oder nach einem vorhandenen Absatz.

Hinweisboxen brauchen ebenfalls einen Absatz als Anker

Eine Hinweisbox lässt sich vor oder nach einem vorhandenen Absatz platzieren. Soll sie genau an einer Stelle innerhalb eines langen Textblocks erscheinen, teilst du den Ausgangstext dort zunächst in echte Absätze und dekodierst ihn anschließend erneut. So erhält die Box einen eindeutigen Platz im Dokument.

Die kleine Wahrheit des Satzspiegels: Ein guter Umbruch fällt später niemandem auf. Er sorgt nur dafür, dass das Auge ohne Stolpern weiterlesen kann.

Vorschau & Export

Neu rendern, auf derselben Seite prüfen, weiterarbeiten.

Für eine realistische Kontrolle muss die Vorschau nach Änderungen neu gerendert werden. Die gerenderte Ansicht entspricht dem späteren PDF – mit Seitenformat, Umbrüchen, Hinweisboxen und der tatsächlichen Verteilung des Textes.

1. Vorschau aktualisieren

Klicke nach einer Änderung auf „Vorschau aktualisieren“. Sobald das Rendern abgeschlossen ist, steht die Vorschau in der angehefteten Leiste bereit.

2. Direkt an der bearbeiteten Stelle öffnen

Öffne die Vorschau aus der angehefteten Leiste. Sie startet automatisch auf der Seite, die gerade im Editor geöffnet ist. So vergleichst du Änderung und PDF-Seite ohne erneutes Suchen.

3. Kontrollieren und Platz zurückholen

Passt die Seite, wähle „Fixierung lösen“ und nutze wieder den vollen Arbeitsplatz. Muss noch etwas geändert werden, korrigierst du die Stelle und renderst die Vorschau erneut.

Gerenderte PDF-Vorschau im Studio, automatisch geöffnet auf Seite 2 des Dokuments
Vergleichen: Die Vorschau öffnet sich auf derselben Seite, die du gerade im Editor bearbeitest.
Studio während die aktualisierte PDF-Vorschau neu gerendert wird
Rendern: Erst die neu berechnete Vorschau zeigt die tatsächliche PDF-Seite.
Angeheftete PDF-Vorschauleiste mit den Schaltflächen Fixierung lösen und Vorschau anzeigen
Platz zurückholen: Nach der Kontrolle löst du die Fixierung und arbeitest wieder mit voller Fläche.

So bleibt der Ablauf knapp: ändern, neu rendern, dieselbe Seite prüfen – und erst dann das PDF für dich selbst oder deine Lerngruppe ausgeben.